Atlan 700: Spur des Erleuchteten




Atlan 700: Spur des Erleuchteten

Beitragvon Goettrik » 26.11.2018, 11:42

Atlan 700: Spur des Erleuchteten ; Die Jagd auf den Unheimlichen beginnt / von Marianne Sydow

Handlung:
Atlan erwacht am 3. Januar 3819 n. Chr. an Bord des Raumschiffs STERNSCHNUPPE ohne sich an die Ereignisse seit der Explosion des “Auges des Erleuchteten“ erinnern zu können. Das Raumschiff selbst treibt im Weltraum einer fremden Galaxie und kann oder will dem Unsterblichen keine Auskunft geben, über seine Herkunft und darüber wie es in seinen Besitz gelangt ist. Auch über die technischen Daten, des an eine Space-Jet erinnernden Diskusschiffes mit 40 Meter Durchmesser und 20 Meter Höhe, erfährt der Arkonide keine Details. Allerdings reicht es soweit, dass er davon ausgehen kann, mit der STERNSCHNUPPE über ein Schiff zu verfügen, das an Leistungsfähigkeit alles übersteigt, was Atlan in seinem Leben an Kleinraumschiffen begegnet ist.

Der Unsterbliche geht als Arbeitshypothese davon aus, dass ihn die Kosmokraten bewusst an einem anderen Ort versetzt haben, um ihn aus einer unmittelbaren Gefahr zu befreien und damit er in relativer Nähe des fliehenden Erleuchteten bleibt. Ähnliches ist ihm auf der verzweifelten Jagd nach Vergalo und dessen Projekt EVOLO bereits mehrfach passiert.

Atlan geht davon aus, dass sich der Erleuchtete in relativer Nähe befindet. Mit Hilfe der Hyperortung der STERNSCHNUPPE entdeckt er ein Sonnensystem mit zwei bewohnten Welten. Er steuert mit seinem neuen Kleinraumschiff als erstes den dritten Planeten des Systems an. Dabei handelt es sich um eine Wüstenwelt, die scheinbar kein höheres Leben beherbergt. In der Nähe der einzigen offenen Wasserfläche, eher ein Tümpel als ein See oder gar Ozean, befindet sich die einzige Siedlung. Der Anzahl der Lebenssignale nach, handelt es sich nur um ein winziges Dorf. Bevor der Arkonide den Planeten erreicht, verschwinden auch diese wenigen Lebenssignale aus der Ortung des Kleinraumschiffs, bis auf eins. Der Beauftragte der Kosmokraten geht davon aus, dass er bereits auf die ersten Spuren der Aktivitäten des Erleuchteten vor Ort gestoßen ist.


Die Wüstenwelt wird von ihren wenigen Bewohnern Joquor-Sa genannt und befindet sich im System des unbedeutenden Sterns Tsybaruul. Leben gibt es nur in den Tälern und in der Umgebung der einzigen offenen Wasserfläche. Dabei handelt es sich um Pflanzen, insbesondere Farne und kleine Tiere. Lediglich im See in der Mitte der Oase selbst leben größere Tiere, die sich schnell als Raubtiere erweisen, die in den im Dorf lebenden Menschen Futter sehen.

In der namenlosen Siedlung auf Joquor-Sa leben nur wenige Dutzend Menschen. Sie entstammen dem Volk der Daila und gehören alle der Familie Sayum an. Die wichtigste Besonderheit der Familie ist der Umstand, dass fast alle Mitglieder über starke Parafähigkeiten wie Telepathie verfügen. Den einfachen Volk der Daila, dass überwiegend von Landwirtschaft lebt, wurden die Angehörigen der Familie Sayum daher immer unheimlicher. Zusammen mit 500 weiteren Angehörigen ihres Volks, die alle über besondere Fähigkeiten verfügten, wurden sie daher von ihrer Heimatwelt Aklard verbannt. In der Siedlung auf dem Planeten Joquor-Sa leben nur Angehörige der Familie Sayum selbst. Der Teenager Chipol ist der einzige Bewohner ohne offensichtliche Parafähigkeiten. Er kann lediglich die Fähigkeiten anderer orten und blockieren, wie ein Anti in der Milchstraße.

Der rebellische Junge leidet daher unter einem tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex, hinzu kommt, dass ihn sein Vater, der Telekinet Dharys, für den Tod seiner Mutter und die Verbannung der Familie auf die Wüstenwelt Joquor-Sa verantwortlich macht. Als Chipol mit seinem jüngeren, eigentlich eher gutmütigen Bruder Lyn in Streit gerät, stürzt letzterer in den See und wird von einem der darin hausenden Ungeheuer gefressen. Dharys ist außer sich vor Wut und kündigt Konsequenzen an, weshalb Chipol tief in die Wüste von Joquor-Sa flieht und sich versteckt.

Am 3. Januar 3819 n. Chr. verdunkelt sich unvermittelt der Himmel. Eine riesige, unförmige Masse, die eine organische Struktur zu besitzen scheint, bedenkt ihn wie eine gewaltige Wolkendecke. Aus dieser roten, schleimigen Masse am Himmel tropfen bunt schillernde Blasen herab und entführen Tiere und alle Bewohner des Planeten mit Ausnahme Chipols. Als der Spuk vorbei ist, kehrt er völlig verängstigt und verwirrt in die Siedlung zurück, die nun jedoch leer steht. Als kurze Zeit später die STERNSCHNUPPE in der Nähe landet, hält der Junge den Arkoniden für den Verantwortlichen der Katastrophe, die er sich nicht erklären kann. Es dauert einige Tage bis es Atlan gelingt Chipol zu beruhigen und ihn von seiner Unschuld zu überzeugen. Mühsam gewinnt er sein Vertrauen.


Handlungszeit:
Anfang Januar 3819 n. Chr.


Anmerkungen:
Marianne Sydow nimmt zum Start des neuen Unterzyklus massiv Tempo aus der Handlung. Im Vergleich zu Atlan 699 lässt es der Jubiläumsband geradezu gemächlich angehen. Die Handlungsführung ist wieder sehr geradlinig und wenig originell. Erneut liegen die Stärken der Autorin vor allem in einer detaillierten und liebevollen Charakterzeichnung der Protagonisten. Allerdings wird uns hier der neue Sidekick Atlans alias Chipol als ein ganz schönes Früchtchen präsentiert. Zudem wurde er mir durch seine rebellische Ader und seine neunmalkluge Art spontan unsympathisch.
Goettrik
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