Atlan 687: Das Zerstörungskommando




Atlan 687: Das Zerstörungskommando

Beitragvon Goettrik » 08.04.2018, 16:41


Atlan 687: Das Zerstörungskommando ; Die Expedition zur Sonnensteppe / von Kurt Mahr


Handlung:
Nachdem Atlan auf drängen des zwielichtigen Rebellen Parillyon durch die „Pforte der Weisen“ auf dem Planeten Kippelkart gegangen ist, erwacht er in einer kleinen vollrobotisierten Klinik auf einem anderen Planeten. Der Arkonide stellt fest, dass er längere Zeit unmächtig war und weiterhin unter den Folgen eines schmerzhaften Transmitterdurchgangs leidet. Aus der Mühe, die er hat, um wieder zu vollem Bewusstsein zu gelangen, schließt der Unsterbliche, dass er viele tausend Lichtjahre gereist ist. Parillyon hatte Atlan versprochen, dass er am Ziel auf die Weisen von Alkordoom treffen würde, die sich vor langer Zeit in höhere Dimensionen zurückgezogen haben.

Die verrostete und verrottete Einrichtung überzeugt den Arkoniden davon, dass er die weltlichen Sphären nicht verlassen hat. Atlan bleibt keine Zeit, sich Gedanken zu machen. Der Unsterblich wird von dem Robotarzt Versenpaz behandelt, der schon auf den ersten Blick zahlreiche Schäden und Fehlfunktionen offenbart. Als er ankündigt, eine Operation ohne Betäubung am Herzen Atlans vornehmen zu wollen, ergreift der Arkonide die Flucht. Dabei legt er sich mit den Wachrobotern der Klinik an, die zu einer ebenso alten wie verrotteten Wachstation fernab der Zivilisation gehört. Binnen kurzer Zeit findet sich Atlan in einem Berg aus rostigen Roboterwracks wieder.

Als die Hauptpositronik der Station erkennt, dass sie mit ihren schrottreifen Helfern den Arkoniden nicht einfangen kann, beginnt sie mit der Selbstvernichtung der Anlage. Die Eingänge zu der überwiegend unterirdischen Basis werden als erste gesprengt. Doch Atlan befindet sich nicht allein in der Station. Er trifft auf eine junge insektiode Frau, die an eine aufrechtgehende, menschengroße Ameise erinnert und mit ihn an Bord eines Kleinraumschiffs teleportiert.

An Bord des Flugobjekts treffen sie auf einen weiteren Insektoiden, der auf den Namen Duun hört. Die Insektoide, die sich selbst Almergund nennt, hat sich und Atlan nicht ohne Grund an Bord des Kleinraumschiffs gebracht. Almergunds Fähigkeiten als Teleporter sind begrenzt. Sie kann sich und etwaige Begleiter nur in die Nähe Duuns befördern. Umgekehrt könnte Duun sich per Teleportation in die Nähe Almergunds begeben, wenn sie voneinander getrennt werden. Almergund und Duun bezeichnen sich selbst daher auch als Transversal-Teleporter. Die beiden Insektoiden gehören zwar den selben Volk, den Kjok an, sind jedoch nicht unmittelbar miteinander verwand, sondern durch die zarten Bande der Liebe miteinander verbunden. Dies hindert sie nicht daran, sich ständig miteinander zu streiten. Das Kleinraumschiff mit dem sie unterwegs sind, ist lediglich ein Beiboot.

Die beiden Kjoker sind zwei von mehreren hundert Forschern, die mit dem altersschwachen Raumfrachter UNALASH zum Wüstenplaneten Bursuqez gereist sind. Der Planet befindet sich am Rand des Raumsektors Ordardor zur Sonnensteppe, die dem Zentrumssektor von Alkordoom als Sperrzone umgibt. Bursuquez soll den Steppenforschern als Ausgangspunkt für eine größere Forschungsexpedition dienen. Das Beiboot trägt den Namen EITZBUS. Es befand sich gerade auf einem Erkundungsflug als Almergund auf die alte Wachstation aufmerksam wurde.

Die Steppenforscher an Bord der EITZBUS beschließen den Arkoniden mit zur UNALASH zu nehmen. Auf den Rückflug zum Basislager machen sie einen Zwischenstopp in einer alten Ruinenstadt. Dort wollen sie sich mit einer anderen Patrouille der Steppenforscher treffen. Das andere Beiboot ist bereits gelandet und die Besatzung wird von zwei plumpen Quallenwesen angegriffen. Atlans beherztes Eingreifen und das Erscheinen einer dritten Gruppe von Steppenforschern verhindert schlimmeres. Die Quallenwesen ziehen jedoch den Freitod der Gefangenschaft vor. Der Unsterbliche erfährt nur, dass sie sich selbst als Quaitti oder Zerstörungskommando bezeichnen.

Atlan wird im Basislager vom Leiter der Expedition Dhonat persönlich begrüßt. Der kleine dicke Hugerer bezeichnet sich selbst als Cheftheoretiker der Steppenforscher. Bei der Planung der Expedition lässt er sich von seinen nächtlichen Traumvisionen führen, die oft erstaunlich präzise sind. Der Arkonide ist jedoch vor allem von seiner Naivität beeindruck. Dass Dhonat bisher alle Schwierigkeiten überlebt hat, in die er sich stürzte, verdankt er vor allem seinen Leibwächter Kolport, einem sehr düster blickenden, über zwei Meter großen Muskelprotz mit drahtigen Stoppelbart.

Der Arkonide warnt die Steppenforscher, dass die beiden Quaitti mit ihrem kleinen Beiboot nicht allein nach Bursuquez geflogen sein können, sondern nur als ein Vorauskommando auf Erkundungsflug für ein sich näherndes Fernraumschiff. Dhonat nimmt die Warnung nicht wirklich ernst. Dennoch bereiten sich die Steppenforscher auf einen Angriff auf ihr Basislager vor.

Als das Raumschiff der Quaitti wenige Tage später die Steppenforscher angreift, sind diese dennoch vollständig überrascht. Das Basislager und der Frachter UNALASH werden binnen weniger Minuten von den Angreifern vernichtet. Das Zerstörungskommando metzelt die friedlichen Forscher gnadenlos nieder. Nur ein paar Dutzend gelingt die Flucht hinaus in die Wüste.

Die überlebenden Steppenforscher verstecken sich in der Wüste bis Verstärkung in Form des schweren Kampfschiffs ZWERBUS im Orbit über Bursuquez erscheint. Kommandant der ZWERBUS ist Wasterjajn Kaz, ein zweiköpfiger Feilde mit grün getigertem Fell. Er hält sich für einen der letzten lebenden Mitglieder seines Volks und bezeichnet sich daher als ein Staatenloser. Der einzige andere Überlebende seines Volks, den Wasterjajn Kaz kennt, ist die Facette Gentile Kaz, der Statthalter des Sektors Ordardor. Wasterjajn bezeichnet sich als Gentiles Neffe.

Die ZWERBUS nimmt die überlebenden Steppenforscher an Bord auf und greift das Raumschiff der Quaitti an. Da das Zerstörungskommando nicht mit Widerstand gerechnet hat, gerät es schnell in die Defensive. Die Quallenwesen verstecken sich nun selbst in den Wüsten von Bursuquez bis sie ihrerseits Verstärkung erhalten und die ZWERBUS schrottreif schießen. Atlan und die letzten überlebenden Steppenforscher fliehen in einem kleinen Rettungsboot aus dem Wrack des Kampfschiffs. Als die Quaitti den Flüchtligen den Gnadenschuss geben wollen, erscheint unvermittelt das lebende Raumschiff ANIMA im Orbit über Bursuquez und nimmt das Rettungsboot mit.

Handlungszeit:
Oktober 3818 n. Chr.

Anmerkungen:

Der Roman beginnt als harmlose Komödie und endet letztlich als blutige Tragödie, die wenige Überlebende zurücklässt. Kurt Mahr schafft es dabei den Übergang so fließend zu gestalten, dass die Geschichte dennoch wie aus einem Guss wirkt.

Erneut bleibt unklar, welche der in diesen Roman eingestreuten Informationen über die Verhältnisse in der Galaxie Alkordoom für die weitere Handlung von Interesse sind. Immerhin wissen wir nun, dass Atlan erst von Parillyon beim Durchgang durch die „Pforte der Weisen“ auf dem Planeten Kippelkart durch einen Doppelgänger ersetzt wurde und der größte Teil der Handlung des vorherigen Achterblocks für die weitere Handlung des Zyklus verbindlich ist.

Soviel sei jedoch bereits jetzt verraten, die rostigen Samariter von Alkordoom werden noch eine größere Rolle in diesem Großzyklus spielen und die Weisen von Alkordoom alias Alkorder sind ein Vorgriff auf die Spätphase des Großzyklus. Die Quaitti und ihr Zerstörungskommando dagegen haben in diesem Heft ihren ersten und letzten Einsatz in der Serie.
Goettrik
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